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Rolf Schönlau in unserer Reihe Die Wissenschafts-Romane |
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Biographie: Rolf Schönlau lebt einstweilen nicht in Hollywood, sondern im ostwestfälischen Schlangen.
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Nölting oder Die Erfindungsfolter Roman aus der Welt der Patente und Erfindungen 80 Seiten, 17 Euro, 978-3-86638-203-9 Reihe Die Wissenschafts-Romane Hardcover in Leinen
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An dem Tag, so erzählt man, als das Automobil erfunden wurde, verließ der Mann, der die Erfindungen zu registrieren hatte, sein Büro und schloß es ab, weil es seiner Meinung nach jetzt nichts mehr zu erfinden gab. So endet die Beamtenlaufbahn Heinrich-August Nöltings im Patentamt – und so beginnt eine Erzählung um eine Figur, die in ihrer ironischen Eigenwilligkeit ein älterer Bruder von Robert Walsers Jakob von Gunten sein könnte. Nölting quittiert seinen Dienst nach 30 akribischen Jahren: Die Erfindung Carl Benzens vereinigt für Was war nicht alles durch seine Bücher gegangen? Bahnbrechende Erfindungen wie das Telefon, die Glühbirne, die Schreibmaschine, das Dynamit. Mausefallen in so zahlreichen Varianten, daß er schon lange aufgehört hatte, sie zu zählen. Dann all die Erfindungen vom Typus »Sonnenschirm für Pferde, der das Tier vor Hitze schützt und gleichzeitig über seinem Kopf einen Luftstrom erzeugt, der störende Insekten vertreibt«. Unser Mann hatte alles mit unbewegter Mine registriert … Die letzte grobe Fehleinschätzung war ihm 1867 unterlaufen, natürlich nicht beim Dynamit, das Alfred Nobel sich in jenem Jahr hatte patentieren lassen. Dieser französische Gärtner mit seinen Pflanzkübeln – Zementmörtel, verstärkt mit Eisengeflecht – war es gewesen, der ihn damals zu einem seiner krassesten Fehlurteile verleitet hatte! Dem Monierbeton hatte er keinerlei Zukunftsperspektive gegeben. Während dieses geistesgeschichtlichen Forschungsprogramms defilieren vor dem Leser die großen Erfindungen des 19. Jahrhunderts vorbei. Die Erfinder von Nähmaschine, Glühbirne, Dynamit, Schreibmaschine und vielem anderen beginnen, die Welt zu gestalten – und der Erfinder des Heinrich-August Nölting notiert: Heinrich-August Nölting (1825 bis mind. 1902) gab mit seiner ganzen Existenz ein frühes Beispiel ab für den erst Generationen nach ihm formulierten Grundsatz, daß mit jeder Erfindung das dazugehörige Versagen gleich miterfunden wird. |
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