Ewart Reder

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Ein Erzähler der großen Dinge.  (Frankfurter Rundschau)

Ewart Reder ist 1957 in Berlin geboren und lebt heute 1 km vor Frankfurt am Main. Seit 1998 hat er zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitungen (FR, FAZ, nd u.a.), in Zeitschriften (ndl, das magazin, lichtungen, u.a.), in Anthologien und im Radio vorgelegt; feste Mitarbeit bei der Zeitschrift »Literat«, beim »Kritischen Lexikon für Gegenwartsliteratur« u.a.

Ewart Reder hat sich spät, dafür aber umso eindrucksvoller in unsere gegenwärtige Literatur eingeschrieben.  (Professor Martin Lüdke)

Der Gedichtband »Messungen« war 1999 das Debüt. Mit »Buch auf! Ein Porträt des Schriftstellers Ewart Reder« drehte Bernhard Bauser über den mit diversen Auszeichnungen versehenen »Hoffnungsträger der Nachwuchsschriftstellerszene« (Frankfurter Rundschau) einen beeindruckenden Fernsehfilm; Ewart Reder trat in Margarethe von Trottas Film »Schwestern  oder Die Balance des Glücks« neben Konstantin Wecker auf. Seit 2001 schlägt Reder »WortWellen«, die monatliche Literatursendung bei Radio X in Frankfurt. 2012 erschien sein erster Roman »Die Liebeslektion« bei horlemann.

Reder folgt der Spur seines Themas, den engen Beziehungen zu Menschen, Landschaften, Städten, getrieben von der Neugier aufs Fremde.  (Anton Jakob Weinberger, FAZ)

Der 7-mal-Urgroßneffe Heinrich von Kleists hat bei uns im Verlagsprogramm die beiden Gedichtbände »Kleiderfarben« und »Verfasste Landschaft« vorgelegt, ferner den Erzählband »Ein und Aus« mit 19 zeitkritischen Erzählungen sowie in unserer kleinsten Reihe, der 16er Reihe, den ungewöhnlichen Band mit drei Erzählungen »Aufstand / 3 christliche Nachgeschichten« zu einer Neu-Fassung des Oster-Gedankens.

Wenn es so etwas gibt, dann ist Reder ein öffentlicher Autor.  (Professor Heiner Boehncke)

Was er als nächstes unternimmt neben beherzten Griffen in Keyboards, während er Gedicht vorträgt, oder Kurzprosa mit Gitarrenbegleitung liest oder Klartext für diverse Blätter über Buchmessen und Literaturbetrieb notiert – das wird man sich merken müssen: Ewart Reder unternimmt seine Reise zum Anfang der Erde, er erzählt die Geschichte der Zusammen=Arbeit.

Unten mehr. Hier indes, was die Interessenten in China über die Zusammen=Arbeit sagen werden! (Mit Dank an Thomas Meinen, susmedien.de)

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Reise zum Anfang der Erde

Reise zum Anfang der Erde

Die Geschichte der Zusammen=Arbeit

  • Roman
  • Hardcover mit Lesebändchen
  • 348 Seiten

978-3-86638-195-7

22.00 € Anfrage

Deutschland im Jahr 2029. Sehr unterschiedliche Menschen ziehen nach Norden an den Holsteiner Wittensee, um in einer Selbsthilfekommune zu leben. Die zumeist Arbeits- und Besitzlosen haben sich unter dem Namen ZUSAMMEN = ARBEIT verbunden. Während Einzelne von ihnen und ihre Beziehungen sich so dramatisch verändern wie die Lebensbedingungen auf dem Globus insgesamt, kämpft die Gemeinschaft nach außen gegen die Abholzung des Waldes durch einen Rohstoff-Fonds. Das Endspiel um die globalisierte Welt hat begonnen:

Wang denkt über sich nach. Was trägt den Boden, auf dem er steht?

Dass er einer Jahrtausende alten, vielleicht der ältesten Hochkultur überhaupt angehört? Deren Schriftzeichen die schönsten und klügsten der Erde sind und heute auf ihr die weiteste Verbreitung gefunden haben?

Sein Versuch einer Selbstvergewisserung wird gestört. Die Bewegung raus aus der empfundenen Enge dreht sich um und er starrt in ein Loch, das ihn verschlucken will. Schriftzeichen seiner Kultur tanzen auch auf dem Brief, ergänzen den auf einem wahrscheinlich chinesischen Computer in europäischen Lettern getippten Text handschriftlich. Drei Mal erscheint das vereinfachte Bild eines Baums. Zweimal nebeneinander, einmal darüber. Zusammen gelesen bedeuten die Zeichen auf deutsch „Wald“.

Unwillkürlich dreht sich Wang um, geht zum Tisch und lässt den verbliebenen Inhalt des Couverts auf die grüne Schreibunterlage fallen. Es ist ein Finger. Weder groß noch klein. Ausgeblutet, weißhäutig und zart gepflegt, mit einem sorgfältig geschnittenen Nagel.

Die lebenslustige Berit steht – frisch verlassen – am Mittelmeer, wo sie Jahrzehnte gelebt hat. In Berlin verliert der Unternehmensberater Paul seinen Job. Beide probieren den Neustart in der ZUSAMMEN = ARBEIT. Von Anfang an dabei sind der 90-jährige Heinrich und seine kaum halb so alte Frau Elda. Zwischen ihnen und den Neuen, Paul und Berit, entsteht ein erotisches Beziehungsknäuel. Andere Lebensfäden geraten hinein. Sehr unterschiedliche Menschen:

Ein unangenehmer Typ. Als ich die Stimme hörte, wollte ich wissen, was sie verschweigt. Wie das Schweigen klingt, dessen Verstellung eine Stimme wie die ist. Aber Berit stutzt, als sie hört, er bleibt länger. Fasst sich an die Goldkette um den braunen, schon gekerbten Schlangenhals.

Unternehmensberater ist er, beziehungsweise war er, als es die Unternehmen, die er beriet, noch gab. Anderes muss er nebenbei gemacht haben, Banken beraten, Investmentfonds bewertet, auf drei Kontinenten mit Rohstoffen gehandelt. Heinrich glaubt ihm nicht alles, was er erzählt. Aber das sage ich Berit nicht, soll sie selbst raus finden.

Die Liebe und der Traum von einem anderen Leben mischen die Gemeinschaft auf, die Ereignisse überschlagen sich: Ein ausgemusterter Luxusliner ersetzt die Arche Noah, Afrika ist plötzlich für die Menschen aus Europa und Asien Zufluchtsstätte und Hoffnungsquelle ... Kurz, der Planet steht Kopf, die beteiligten Figuren werden vor elementare Fragen ihres Lebens gestellt – und diese Fragen stellt der Planet Erde selbst. Beziehungen verändern sich:

Die Frau in dem Zimmer wartet darauf, dass der Mann neben ihr auf dem Sofa wieder einen Harten kriegt, dass es weiter geht. Das sieht er durchs Fenster, behauptet Heinrich. Mag der andere glauben, dass die Frau ihn dankbar, der von ihm empfangenen Lust hörig anschmachtet. Das will sie, dass er das denkt. Sonst dauert es unnötig lange, bis sie von dem verschüchterten Mann wieder Lust empfängt.

Dass es seine Frau Elda ist, die da ein Bein auf die Sofalehne legt, um ihren Schoß zu kühlen, bekümmert Heinrich. Er gibt zu, sagt er zu sich, dass es mehr Eifersucht ist, was er fühlt, als eheliches Mitgefühl mit der Frau, die unbefriedigt ist.

Getragen von starken Figuren, reich an Handlung, ein Spracherlebnis, ein machtvoller Brückenschlag zwischen den Kontinenten und ihren Kulturen, ein kluger Debattenbeitrag.

Céleste Oumhani oben auf ihrem Baum, zu dem Paul nach kurzer Unterbrechung wieder wie hypnotisiert aufschaute, machte genau alles vor, was Paul am Boden mit sklavischer Vollständigkeit nachmachte. Die Arme, die Hände ringend nach dem räumlich von Céleste getrennten Lover auf dem Baugerät jenseits des Zauns machte ihr Leib, ihr Rumpf unmissverständliche Zeichen einer Vereinigung über das Trennende hinweg. Céleste auf ihrem erhöhten Platz, wo sie anfangs von allen angestarrt worden war, hätte gewarnt sein können: Ihre Luftkopulation würde auf Dauer bemerkt werden. Doch glaubte sie, die die Kamera führte, der Menge somit vorgab, wohin sie zu blicken hatte, sich in ihrer Position unentdeckt.

Ein wilder Tanz gegen die Vernichtung der Wälder, die ungebremst – und zunehmend unbemerkt – die Erde bedroht.

Im »Lesezimmer« von Miriam Spies liest Ewart Reder auf youtube einen Auszug: Hören Sie rein!

Aufstand

Aufstand

3 christliche Nachgeschichten

  • 32 Seiten
  • 16er Reihe
  • mit einer Abbildung von Helma Steppan, Fabrezan, Frankreich

978-3-86638-151-3

7.00 € Anfrage

Ewart Reder erzählt dreifach das Echo des Ostermorgens weiter, drei Aufstände, drei christliche Nachgeschichten. Er vermittelt dabei einen erstaunlich lebendigen und aktuellen Stoff.

Die erste Prosa stimmt ein als »Vorrede des hl. Thomas von Indien mit den Gründen, warum er reden durfte«. Reder schrieb sie nach einem Indien-Aufenthalt, zu dem unser Autor vor zwei Jahren vom dortigen Germanistenverband eingeladen war. Mit der fertigen Erzählung wurde Ewart Reder wiederum zu den Internationalen Literaturgesprächen nach Zagreb eingeladen. Der Text findet sich in englischer Sprache erstveröffentlicht in dem Kongressband »Contemporary Literature and Memory«, Zagreb 2008. Schöner kann man sich den Werdegang einer Prosa kaum denken ...

Es folgt »Die Falte«. Mit diesem Text stand Reder in der Endrunde des renommierten »Irseer Pegasus«. Den Abschluß der Trias bilden die »Hände aus Himmel«. - Die Erzählungen führen an Kulturgrenzen. Reder reflektiert die Erscheinungsweisen biblischer Berichte und Motive im Medium des Films (»Die Falte«) beziehungsweise in einer feministischen Fortschreibung in »Hände aus Himmel«:

Die gespielte Trauer auf dem Gräberfeld hat sie ertragen. Das erwachende Immer-fröhlich-Sein hält sie nicht mehr aus. Sie kannte den Jungen nicht, den man in einemLoch zwischen den Felsen zurücklässt. Er wurde zwei Jahre älter, als ihr Sohn jetzt ist, das genügt. – Sie kennt auch keinen Parther, weiß nicht mal, wo das liegt, das Sagen umwobene Pars. Sie weiß, dass da gestorben wird und will nichts mehr davon hören. Kann man in Galiläa denn nicht sterben? Und warum haben es alle so eilig damit?

Der zweite und dritte Text sind neu und hier erstmals veröffentlicht. In einer surrealen, dann in einer biblischen Landschaft – beide ganz zeitgenössisch – sind Menschen unterwegs, die wir kennen könnten, die wir an der nächsten Straßenecke hören, denen wir im heutigen Israel, Jordanien, Palästina begegnen könnten. Wir schauen eigentlich in diesen drei Texten an den Wurzeln des Christentums zu.
 

Seelenverwandte auf sanften Pfoten

Seelenverwandte auf sanften Pfoten

Katzen in der Literatur

  • Sponsor : Sheba / Masterfoods GmbH
  • 184 Seiten
  • Reihe ETIKETT

978-3-933974-19-8

14.00 € Anfrage

zusammen mit Imke Bunge

Die Katzen der Weltliteratur erfeuen uns mit allen guten Eigenschaften, die wir für uns selbst anstreben und an unseren Freunden schätzen: Sie sind klug und aufmerksam, sie sind ebenso selbstbewußt wie anschmiegsam, machen uns Freude durch ihre Verspieltheit und es herrscht ein stilles Einvernehmen, in dem wir mit ihnen leben. Wenn wir einen schlechten Tag haben, trösten sie durch ihre Zuneigung oder einfach durch ihr majestätisches Auftreten. Wer selbst eine Katze als Lebensgefährten hat, wird in der vorliegenden Sammlung noch viele weitere liebenswerte Charakterzüge der katzen wiederentdecken.

Natürlich wollen Sie aber die »Katze nicht im Sack kaufen«, so dass wir verraten: Von einigen Klassikern der Katzenliteratur wie Tiecks Gestiefeltem Kater und Hoffmanns Kater Murr bis hin zu den Katzendamen der Novelpreis-Trägerin Wislawa Szymborska und Andy Warhols Mutter treten großartigeKatzenpersönlichkeiten auf. Schönheit en in glattestem Fell läßt Joachim Ringelnatz auftreten, sensible Katzentiere gibt es bei Heinrich Heine, mit würdevollen Großstadtkatern wartet Truman Capote auf, selbstbewußte Katzen stellt die Französin Colette uns vor – ein Buch voller Seelenverandter auf sanften Pfoten.

Kleiderfarben

Kleiderfarben

Gedichte

  • 80 Seiten
  • Reihe ETIKETT

978-3-933974-28-0

13.00 € Anfrage

Das ist Magie: da sind die Sinne am Werk, es spült und weht und rollt, man sieht die Bilder nicht nur, man hört sie. – Margot Ehrich

Ewart Reders Gedicht e verbinden auf überzeugende Weise Politisches mit Privatem, Vergangenheit und Gegenwart. – Tanja Dückers

Ewart Reder schreibt Gedichte, die mich in zweierlei Hinsicht interessieren: was da gedichtet/bedichtet wird und wie das geschieht. Solche Lektüre macht Appetit. – Robert Gernhardt

Ein und Aus

Ein und Aus

19 Erzählungen

  • 160 Seiten
  • Reihe Die Hauptwerke

978-3-933974-75-4

19.00 € Anfrage

Was haben Mann und Frau, Schwarz und Weiß, Prof und Rebell, Sohn und Vater, Muslim und Christin miteinander zu tun? Spannende Dinge, jeweils, von denen Ewart Reders Geschichten mit Titeln wie Rausfliegen oder Virtualverkehr handeln. Zudem hat alles mit allem zu tun – aufs heftigste. »Reder folgt der Spur seines Themas, den engen Beziehungen zu Menschen, Landschaften, Städten, getrieben von der Neugier aufs Fremde«, schrieb Anton Jakob Weinberger in der FAZ. – Ein Thema, das heutige Erzähldebüts durchzieht und auf das der Leser auch im hiesigen Band nicht verzichten muß, bildet die Klammer: Schön und lang ist die Jugend!
»Die Jugend hat den Vorzug, daß sie bewundern kann ohne zu verstehen«, sagt Anatole France. Ewart Reder ist ein Bewunderer der Jugend, der sie versteht, das heißt sie durchschaut und mit Einverständnis begleitet. In seinen Erzählungen sind die Jungen sich selbst genug oder genügen den jung-Gewesenen zu ihrem Glück oder ihrer Sehnsucht.Die Kapitel des Erzählbands »Ein und Aus« formen eine ironische Apotheose der Jugend: »Ein« steht über den ersten sieben Geschichten. Sechs von ihnen erzählen Initiationen in eine verschwimmende Weltkontur: die siebziger Jahre. Ankommen kann diese Jugend nur bei sich selbst; ihre Umwelt rückt fern, wird vom erotischen wie politischen Erwachen der neuen Generation überblendet. – »Aus« sind die Träume in den letzten sieben Texten. Da geschieht Heutiges. Aber nicht Resignation herrscht, eher Neugier darauf, wie es nach dem Ende des Gemeinsamen im Einzelnen weitergehen mag. Nebenbei zeigt Reder auf spannende Weise: Initiation ist heute Einweihung in die Jugend. Durch sie hindurch sind die Wege nicht mehr bezeichnet, nirgendwohin. – »Interloads«, fünf unterhaltsame Zwischenspiele, verbinden die beiden Hauptteile. Auf manchem Nachttisch mag sich das Buch zuerst in der Mitte spreizen. Kurzweil verleitet zu tieferem, länger einwirkendem Genuß: nach vorn und nach hinten. Ewart Reder, geboren 1957 in Berlin, jetzt in Maintal bei Frankfurt ansäßig, nach privaten und beruflichen Pirouetten spät Lehrer, noch später Schriftsteller geworden, weiß, wovon er schreibt. Schreibt erst, seit er weiß, wovon und wozu. Erlebtes und Erlesenes sind gesackt, abgehangen, ausgeblutet. Mal kriegt der Leser das Blut, mal das Fleisch oder die Knochen, und immer satt zu verdauen am Stoff, der gelebt hat und Literatur heißt. Dafür erhielt Reder mehrere Auszeichnungen.

Verfasste Landschaft

Verfasste Landschaft

Gedichte

  • 96 Seiten
  • Reihe ETIKETT
  • Softcover mit Schutzumschlag

978-3-86638-005-9

14.00 € Anfrage

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wie das konnte die Welt bedeuten

„Lyrisches Sprechen heißt hier: Befreiungvon den Konventionen des Alltags und Überprüfung der ritualisierten Denk- und Sehgewohnheiten.“ (Frankfurter Rundschau)

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