Ähnlich den Rauhbeinen und gesellschaftlichen Randerscheinungen in den Gedichten springen Landschaftsbilder ins Auge. Sie sind weniger schroff als die von Horst Peisker liebevoll Portraitierten, aber sie fordern zu einer Hingabe heraus, die ebenso radikal und kompromißlos ist wie jene – Lauwarmes findes sich nicht in Horst Peiskers Gedichten.
Der gebürtige Unterfranke hatte 1983 seinen Prosa-Band »Maniac« und 1988 »Das Ballhaus« veröffentlich. Mit Helmut Qualtinger hat er Texte vorgetragen und auf der CD »Tagesbefehl« eingespielt (Preisser Records, Wien 2004) und war regelmäßig im Stadtmagazin Auftritt zu lesen. Peisker, war einmal in der FAZ zu lesen, schreibt die meisten seiner Zeitgenossen glatt an die Wand – das aber ist ihm eher peinlich, zumal Gedichte nicht aus Rivalitäten und Vergleichen leben … Dann schon eher so:
François Villon gäbe einen geeigneten Paten ab für einen Poeten, der seinen Danse macabre nicht erst komponieren muß, der ihn vielmehr selbst vor- und durchlebt, befand Michel Raus im Journal Luxemburg, und: Herbst ist eines der schönsten neuen Gedichte, die ich kenne, schrieb Hans-Klaus Jungheinrich in der Frankfurter Rundschau. Im Hessischen Rundfunk urteilte Karl Corino: In Peiskers Frankfurter Texten sehe ich die Tradition der Ballade hinreißend und in neuer Form wiederbelebt. – Wenn der Dirigent Nikolaus Harnoncourt einmal meinte: Ihre Gedichte haben mich sehr beeindruckt. Ich bin überrascht, daß ich davon noch nichts gehört habe – dann sollte sich Letzteres nun ändern! |