SCHRiTTE

Zeitschrift für Literatur

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Sie war 1982 gegründet und dann mit Klaus Hensel, Stefan Klamke und Rolf Werner Kunz für 10 Jahre betrieben – die Wurzel des axel dielmann – verlags: SCHRiTTE.

In eigenen Zeitungshaltern eingespannt, DIN A 3 groß und zumeist 24 Seiten stark, hingen die SCHRiTTE-Hefte in losem Turnus in Kaffeehäusern aus. Die Titelblätter wurden je von einem Künstler gestaltet (alle auf dieser Site sichtbaren von Hans-Jürgen Diez – danke!). Was in Frankfurt mit 46 Heften in 30 Cafés begann, hing zuletzt in über 1.400 Cafés bundesweit. Mit der Gründung des Buchprogramms war das zunächst nicht weiter zu schaffen. 1996 hatte es ein kurzes come-back gegeben; aber die Bücher forderten ihren Tribut, es war nicht zu schaffen, neben der Betreuung von rund 15 Titeln im Jahr auch 4 bis 6 spannende und anregende Ausgaben der Zeitschrift zu machen.

RELAUNCH !

Zu dem auch eine eigene Website eingerichtet ist: www.schritte.eu

Die Zeitschrift SCHRiTTE erreichte damals zuletzt rund 180.000 bis 300.000 Leser pro Heft mit Lyrik, Kurzprosa, Romanauszügen, Graphic Novel, Theaterauszügen, Essays (siehe Liste der Autoren). Und ab 2017 sollen die Cafés bundesweit wieder mit den großformatigen SCHRiTTE-Heften bestückt werden. – Mit jeder Folge-Ausgabe sollen danach rund 80 Cafés hinzukommen, und mit jeder Nummer wird es zwei bis drei SCHRiTTE-Lesungen geben.

Zuspruch und Unterstützung findet SCHRiTTE vielfältig (siehe Stimmen zu SCHRiTTE und Liste der Förderer) – wofür herzlichst gedankt sei! – Einstweilen ist Aktuelles zu SCHRiTTE hier auf facebook zu finden.

 

Zeitschrift für Literatur SCHRiTTE

Zeitschrift für Literatur SCHRiTTE

Format DIN A 3

jeweils 24 Seiten

in großzügiger Gestaltung und

in den Cafés im eigenen Halter

Links die erste Ausgabe von 1982

Linoldruck auf dem Titel

von Detlef Schumacher

SCHRiTTE • 2 bis 4

SCHRiTTE • 2 bis 4

Die folgenden Ausgaben enthielten Gedichte und Prosa von Rolf Werner Kunz (†) und Stefan Klamke sowie Axel Dielmann.

Die Gestaltung der Umschläge mit Linoldrucken und Holzschnitten übernahmen Roman Engel (hier links Nr. 2), Hans Jürgen Diez und Stefan Klamke.

SCHRiTTE • 5

SCHRiTTE • 5

Mit dem Titelblatt von Nikolai Wassiliew auf SCHRiTTE Nr. 5 kam Farbe ins Spiel: Während die Texte und die Innenseiten weiterhin auf DIN A 3-Blätter schwarz-weiß kopiert wurden, ist der Linolschnitt des Titels von Hand koloriert – bei allen damals 200 Heften, die inzwischen in 150 Cafés aushingen.

Mit Texten von Klaus Hensel, Uwe Jährling, Stefan Klamke, Wilhelm E. Liefland und Heino Stegner.

SCHRiTTE • 6 und 7

SCHRiTTE • 6 und 7

Klaus Hensel war zur Redaktion von Axel Dielmann, Rolf Werner Kunz und Stefan Klamke hinzugestoßen. Er brachte viele schöne neue Kontakte mit, unter anderem zu etlichen eben aus Rumänien nach Deutschland geflohenen siebenbürgischen Autoren.

In den Heften 6 (der Titel links gestaltet von Wolfgang Oppermann) und 7 Texte von Inga Buhmann, Ricarda Grünberg, Nazim Hikmet (der heute höchste Aktualität hat) Rolf Wernder Kunz, Aras Ören (siehe oben) und Axel Dielmann sowie von Rolf Bossert, Mechthild Curtius, Claudia Diemar, Wolf-Dieter Eigner, Herta Müller (ja doch, die spätere Literatur-Nobelpreisträgerin, damals mit ihren ersten Publikationen in Deutschland in SCHRiTTE), Werner Söllner und Manfred Steinbrenner. – Fette Hefte!

SCHRiTTE • 8

SCHRiTTE • 8

Der Titel der Nummer 8 wurde in der Druckwerkstatt von Walter Hanusch von Brigitte Kottwitz in einer originalen Lithographie 400 mal vom Stein gedruckt. Inzwischen genauso oft in Cafés in vielen deutschen Städten.

Darin Texte von Stefaan von den Bremt, Dieter Schulze, wiederum Herta Müller, Wolf Biermann, Rolf-Werner Kunz, Adam Seide, Barbara Maria Kloos, Klaus Hensel und Harry Oberländer.

Waschkörbe voller Leserbriefe und Text-Angebote kamen herein, und sogar Kaffeehaus-Betreiber meldeten sich und wollten mit SCHRiTTE behängt werden … Irre Tage!

SCHRiTTE • 9 und 10

SCHRiTTE • 9 und 10

Walter Diewock schnitt der Nummer 9 einen Holzschnitt als Titel, der inzwischen 500 mal abzuziehen war – wie haben wir das damals nur geschafft?

Die Beiträge stammten von Paul Celan (zwei unveröffentlichte rumänische Gedichte, die Werner Söllner übertragen hatte), Hanne F. Juritz, Gerhard Ortinau (wegen seiner Prosa »Der Erotomanbabtist« warf mich der an sich wundervolle Buchhändler Dr. Schumann mitsamt den Heften aus der Buchhandlung hinaus … was für Zeiten!), Klaus Hensel, Henri Michauz, Rolf-Werner Kunz und Oskar Pastior, dem Großartigen. – Links das Impressum in seiner ganzen gestalterischen, mit der breit-wagigen Schreibmaschine gelayout(sch)teten Gestaltung …

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Die Nummer 10 wurden von Stefan Klamke betitelt und brachte Beiträge von Ingeborg Haberkorn, Mircea Dinescu, Klaus Hensel, Thorsten Casmir (der später bei mir seinen wuchtigen Roman »Ohnsgrond« hatte, kurz bevor er viel zu jung starb) und Waltraud Zehner.

Wir nähten inzwischen die Hefte auf einer altertümlichen Industrie-Nähmaschine, teils mit aus alten Bettlaken geschnittenen Fälzelbändern, teils direkt durch die großen Umschläge zusammen. Die damaligen Abo-Exemplare sind heute Raritäten und herzerweichende Beispiele für Handarbeit an der Literatur!

SCHRiTTE • 11

SCHRiTTE • 11

Noch einmal gestaltete Brigitte Kottwitz den Titel mit einem originalen Steindruck – das Lithographie diesmal sogar von zwei Steinen, zweifarbig, in über 500 Stück. Uff!

Innen großartige von Dieter Schlesak, Christa Moog, Ernest Wichner, Harald Hartung (jawohl), André C. Lenotre, Mechthild Curtius, Gerhard Falkner und Jan Koneffke.

Einzelne Seiten im Heft waren mit Schablonen-Graffiti von Uwe A. Rohe, der damals an der Städelschule studierte, mit wuchtigen Figuren gestaltet – wo ist Uwe A. Rohe gelandet?

SCHRiTTE • 12

SCHRiTTE • 12

Nach einer Pause erschien SCHRiTTE ganz neu – nun nämlich gedruckt. Schluß mit dem stundenlangen Kopieren, tagelangen Sortiern der Blätter, mühseligen Drucken der Titel. – Hans Jürgen Diez übernahm gleich drei Titel in Serie, serielle Gesichter, in immer feinerem Raster.

Die 1.100 Hefte landeten in fast 900 Kaffeehäusern. Die Autoren zählen heute zum Kanon der ganz besonderen, literarisch anspruchsvollen zeitgenössischen Literatur, die das Herz des neugierigen Lesers erfreuen: Paulus Böhmer, Manfred Riepe, Dorothee Mahringer, Elisas Petropoulos (übersetzt von Peter Mosler), Birgit Vanderbeke, Rolf-Werner Kunz, Alban Nikolai Herbst, Jutta Schubert (die jüngst ihren Erzählband »Die Nacht mit Marilyn« bei mir vorlegte), Hadayatullah Hübsch, Berthold Dirnfellner, Hans-Jürgen Gottschalk und Christopher Tarnow.

SCHRiTTE • 13

SCHRiTTE • 13

Die Ökologik AG war der in mehrfacher Hinsicht höchst engagierte Sponsor-Partner der Ausgabe geworden, die Deutsche Post war mit einer Anzeige und dem (höchst literarischen) Slogan »Schreib mal wieder« im Heft. Die gedruckten 1.500 Exemplare gingen in knapp 1.300 Cafés.

Die Zeitungshalter aus Alu-Profilen entstanden im Keller meines Großvaters, Willi Theis, selig, der alte Schlosser, der achtzigjährig irren Spaß daran hatte, die Stengel zu bohren und mit den Haltebügeln zu verbinden … Eine ganz andere Bedeutung von »litterature engagée«!

Texte von Gustav Jacobsen (wo ist er hin?), Thomas Schwab, Karina Kranhold, Marion Naujack, Peter Kurzeck (dem im Nachhinein zweiten Büchner-Preisträger neben P. Böhmer in den SCHRiTTEn), Myles na gCopaleen (ja, ist richtig so – und: Wer verbirgt sich hinter diesem schönen Pseudonym?), Tomas Mikael Bäck, Else Verhagen, Ilse Braatz († »Ja, ja, ja – 'n schönes Leben noch …!«), Berthold Dirnfellner und Flann O’Brien, übersetzt von Michael Nagula.

SCHRiTTE • 14

SCHRiTTE • 14

Giwi Margwelaschwili im Heft, Bodil Lindfors, Per-Hakon Pawals, Tomas Mikail Bäck, Thomas Wulf, Thomas Schwab, Tua Forssträm, Leif Salmen, Dirk Hülstrunk, Agneta Ara, Adolf Heinzlmeier, Manfred Riepe, Bo Capelan, Gungerd Wikholm, Agneta Enckell, Ulla Olin, Franc-Nohain in Übersetzung von Thomas Schwab, Martin Enckell, Ulrike Albert-Kuzera, Flann O’Brien als Graphik Novel von Jörg Ritter, Harry Oberländer, Dick Karlsson, Thomas Stemmer, Giulio Einaudi (ja genau, der wunderbare große italienisch Verleger DER italienischen Literatur nach 1945!), Claes Andersson, Siegfried Holzbauer, Martin Bullinger (ach, warum hat er sich vom »wählerischen« Literaturbetrieb verkrätzen lassen und das Schreiben seiner großen Romane abbringen lassen …?) und Gerhard Schmitz, der alle SkandinavierInnen dieses Heftes übertrug und damit ein großartiges Schwerpunkt-Heft ermöglichte, der Herkules!

JETZT geht es weiter!

JETZT geht es weiter!

Es versteht sich von selbst, daß diese Autoren-Riege eine mächtige Vorgabe für die neuen, nächsten SCHRiTTE sind.

Die ersten Künstler sind als Titel-Gestalter gewonnen. Und natürlich längst erste wundervolle Texte aller Gattungen eingesammelt. – Was wird da noch alles kommen?

Bleiben Sie neugierig!

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